Unsere Einrichtung stellt sich vor

Unsere Krippe wurde im September  2011 gegründet. Sie ist die zweite Betreuungseinrichtung neben der größeren GemeindeKiTa im Baumertweg 5.

Träger ist die Evangelische Melanchthon – Gemeinde, hinter deren Gemeindehaus in der Pichelsdorfer Straße 79, 13595 Berlin die Krippe im Erdgeschoss des sogenannten alten Gemeindehauses neu errichtet worden ist.

Das Büro befindet sich dort in der ersten Etage.

Unter folgender Telefonnummer sind wir montags bis freitags von 9:00- 15:00 Uhr zu erreichen: 339 369 026
oder per E- Mail: krippe@melanchthon- kirche.de

Die Krippe bietet bedarfsgerecht von frühestens 7:00 Uhr bis spätestens 16:00 Uhr 25 Plätze für Kinder im Alter von einem bis etwa drei Jahren an. Danach können die Kinder u.U. in die Tagesstätte der Gemeinde überwechseln. Wir gestalten den Übergang von der Krippe in den Kindergarten möglichst behutsam mit Besuchen bei den „Großen“ und Schnuppertagen für Eltern und Kinder.

Als evangelische Tageseinrichtung für Kinder betrachten wir die uns anvertrauten Kinder als von Gott angenommene Geschöpfe, denen wir in pädagogischer Verantwortung Liebe und Achtung entgegenbringen.

Wir verstehen uns als familienähnlicher  und – ergänzender Lebensraum, in dem Kinder Geborgenheit und soziales Miteinander erleben.

Unsere Krippe steht auch Familien mit anderen kulturellen und religiösen Wurzeln offen.

Die Gemeinde und ihre Kindertageseinrichtungen bieten neben den allgemeinen Bildungszielen auch eine christliche, religionspädagogisch vermittelte und vorgelebte Orientierung.

Unser Team

Unser Team besteht aus einer Leiterin, die mit in der Gruppe arbeitet und vier staatlich anerkannten Erzieherinnen z.T. in Teilzeit. Wir betreuen die Kinder bedarfsgerecht von frühestens 7: 00 Uhr bis maximal 16: 00 Uhr.

Ein Hausmeister unterstützt uns bei den technischen Hürden des Alltags, eine Wirtschaftskraft sorgt für die Reinigung unserer Krippe.

Räumlichkeiten

Die Krippe verfügt über großzügige räumliche Verhältnisse.

Im Erdgeschoss haben wir unser Badezimmer, in dem sich unsere kleinen, kindgerechten Toiletten befinden, sowie ein Wickeltisch, Waschbecken auf Kinderhöhe und unsere Planschwanne.

In der Küche  bereiten wir das Frühstück und den Nachmittagssnack für die Kinder vor.

Das vollwertige und gesunde Mittagessen erhalten wir frisch zubereitet von unserer Kooperationskita im Baumertweg.

Im Flur befinden sich Schränke für die Kinder, in denen sie ihre persönlichen Sachen, wie z. B. Jacken, Rucksäcke oder Schuhe unterbringen können.

Bei schlechtem Wetter wird der Flur schnell zu einer kleinen Rennstrecke. Hier können die Kinder dann mit Autos fahren oder rennen.

Das Esszimmer/ Atelier bietet reichlich Platz, um Frühstück, Mittagessen in der Gemeinschaft einzunehmen. Zwischen den Mahlzeiten wird der Raum zum Basteln, zum Malen, für Experimente und für Tischspiele genutzt.

Der Schlafraum/ Spielraum ist mit einer großen Fensterfront vom großen Gruppenraum getrennt, diese kann bei Bedarf zum großen Gruppenraum hin geöffnet werden. Im Schlafraum können sich die Kinder Bücher ansehen, Höhlen bauen und sich einkuscheln. In diesem Raum gibt es zudem eine Motorikwand, an der sich die Kinder in gesicherter Situation gerne ausprobieren. Nach dem Mittagessen machen die Kinder hier in aller Ruhe ihren Mittagsschlaf.

Der große Gruppenraum ist der größte Raum der Einrichtung. Er hat eine Fläche von 80m² und ist in unterschiedliche Spielbereiche unterteilt:

Es gibt eine Bauecke, in der die Kinder mit Fahrzeugen, Bausteinen, Schienen und vielen anderen Sachen bauen können.

Des Weiteren gibt es eine Puppenecke und eine Kinderküche, in denen die Kinder spielen oder für ihre Freunde oder Puppen kochen können.

Über der Puppenecke befindet sich die große Hochetage. Hier üben die Kinder Treppen zu steigen. Oben auf der Hochetage können die älteren Krippenkinder ungestört bauen.

Weiterhin haben wir auch eine kleine Hochebene, auf dieser dürfen sich schon die Allerkleinsten ausprobieren und über eine kleine Wellentreppe selbständig hochklettern. Von der Hochebene aus können sie durch das Fenster auf den Hof sehen oder sich in einem großen Spiegel betrachten. Hinunter geht es dann über eine kleine Rutsche, was allen Kindern große Freude bereitet.

Ein Teil des Raumes wird zum Singen, Spaß haben und bewegen genutzt, hier können sich alle nach Herzenslust entfalten.

Das Büro der Krippe befindet sich in der ersten Etage.

Der Garten

Der große Gemeindegarten am Haus wird für die Außenaktivitäten genutzt.

Hier haben die Kinder viel Platz zum Toben und Rennen. Zum Spielen gibt es einen großen Buddelkasten, ein Klettergerüst und zwei Rutschen. Eine Wasserspielanlage lädt bei schönem Wetter zum Experimentieren ein.

Die Kinder können über die Wiese laufen oder krabbeln und die Natur erfahren und begreifen.

Hinter unserem Haus, auf dem Weg zum Gemeindegarten, befindet sich der überdachte Parkplatz für die Kinderwagen.

Das Grundstück ist zur Straße hin gesichert.

Schließzeiten

Die Melanchthon- Krippe schließt drei Wochen in den Sommerferien, sowie über Weihnachten.

Weitere Schließtage werden im Herbst für das Folgejahr bekannt gegeben.

Fortbildung

Wir bilden uns regelmäßig fort, einmal im Jahr haben wir eine dreitägige Klausurtagung, die wir zur Qualitätsentwicklung oder zur Überprüfung unserer Konzeption nutzen. Wir führen interne und externe  Evaluationen zur Überprüfung und Umsetzung des Berliner Bildungsprogramms durch.

Aufnahme in die Einrichtung

Für die Aufnahme in die Melanchthon- Krippe benötigen die Eltern einen Betreuungsgutschein vom Bezirksamt, in dem auch der Betreuungsumfang festgelegt ist.

Ziel ist es, innerhalb der Gruppe eine ausgewogene Mischung aller Altersstufen zu erreichen und neue Kinder gestaffelt aufzunehmen, um einen ungestörten Bindungsaufbau zu den Bezugserzieherinnen zu ermöglichen.

Der Tagesablauf und das Lernen im Alltag

Unsere Einrichtung ist bedarfsgerecht von frühestens 7: 00 Uhr bis spätestens 16:00 Uhr geöffnet.

Um einen gemeinsamen Anfang mit Frühstück um 9:00 Uhr zu ermöglichen, sollten die Kinder bis kurz vor 9:00 Uhr gebracht werden. Wer das nicht schafft, kann sein Kind  nach dem Frühstück gegen 9:30 Uhr zum Morgenkreis bringen.

Innerhalb des Tagesablaufs gibt es Fixpunkte, die dem Kind helfen, die Unüberschaubarkeit von Zeit und Raum zu strukturieren. Dies gibt ihnen zum einen Sicherheit und Orientierung und geht zum anderen auf den Körperrhythmus des Kindes z. B. Bedarf nach Nahrung, Bewegung, Anregung, Ruhe und Entspannung ein. Ebenso gibt es im Tagesablauf Zeiten, in denen die Kinder mit ihrem Forscher- und Entdeckerdrang die Krippe mit all ihren Angeboten bzw. die nähere Umgebung erkunden können. Folgende wichtige Situationen erlebt ein „Melanchthon- Mini“ jeden Tag von Neuem:

– Ankommen und liebevolle Begrüßung

– Freispielzeit ( freie Wahl des Spielortes, der Spieldauer, des Spielpartners und      des Spielmaterials)

– Frühstück ( 9:00 Uhr bis 9:30 Uhr)

– Morgenkreis  (gegen 10:00 Uhr; wer ist heute da? Nochmalige Begrüßung jedes einzelnen   Kindes, Fingerspiele, Reime, Bewegungslieder…)

– z. T. Angebote mit pädagogischen Schwerpunkten,(je nach Wochentag Musik, Sport, Bildnerisches Gestalten…),Explorationszeit

– Aktivitäten im Freien ( Garten, Spaziergänge, Erkundung der näheren Umgebung = Anfänge der Verkehrserziehung )

– Mittagessen ( von 11:30 Uhr bis 12:00 Uhr)

– Gegen 12:30 sind die Schlafkinder bettfertig, Halbtagskinder sollten nach          Möglichkeit bis zu dieser Zeit abgeholt werden.

– Schlafen/ Ruhen

– kleiner Nachmittagsimbiss ( 14:30 Uhr), Freispiel- und Abholzeit

Unser pädagogischer Ansatz

Im Sinne des Best- Practice – Gedankens  definieren unterschiedliche pädagogische Ansätze unser Denken und Handeln. Folgende Einflüsse – gewissermaßen pädagogische Wurzeln – bestimmen unsere Arbeit:

° die Pädagogik Emmi Piklers („Lasst mir Zeit“)

° Montessori- Pädagogik („ Hilf mir, es selbst zu tun.“)

° Reggio- Pädagogik (Hundert Sprachen hat das Kind/ Raum als dritter Erzieher)

° Erkenntnisse der Hirnforschung (Wie lernen Kinder?)

° Ergebnisse der Bindungsforschung ( Eingewöhnung/ Bezugspersonen, „keine Bildung ohne Bindung“)

Unsere pädagogische Grundhaltung

Unser Anspruch ist es, miteinander

  • wertschätzend
  • anerkennend
  • geduldig
  • offen
  • unvoreingenommen
  • mitlernend
  • vertrauend
  • authentisch
  • deutlich
  • unterstützend
  • liebevoll und
  • aufmerksam umzugehen.

Unser Bild vom Kind

  • von Anfang an mit Kompetenzen ausgestattet
  • voller Ressourcen und Potentiale
  • von selbst an Bildung interessiert
  • engagiert tätig
  • offen und unvoreingenommen
  • authentisch
  • neugierig auf die Welt
  • experimentelle Forscher
  • kreativ
  • interessiert am Prozess, weniger am Ergebnis
  • unser Dialogpartner
  • auf der Suche nach ( ihren) Grenzen
  • angewiesen auf Strukturen

Die pädagogische Arbeit orientiert sich an einem christlichen Menschenbild sowie an dem Berliner Bildungsprogramm. Aus ihm ergeben sich auch die Ziele und Schwerpunkte der Arbeit und deren Umsetzung:

Gesundheit

Nach vielfältigen Eindrücken und aktiver Bewegung benötigen Kinder auch Zeiten der Entspannung in denen sie zur Ruhe kommen und neue Kraft schöpfen können. Dafür brauchen sie, ähnlich wie in der Eingewöhnungsphase, ihre persönlichen Gegenstände (z. B. Kuscheltier, Schnuller), wiederkehrende Abläufe und vertraute Personen. Hierfür steht ein gemütlicher Schlaf- und Ruheraum zur Verfügung. Für die Kleinsten gibt es zum Schlafen kleine Körbchen, in denen sie sich besonders geborgen fühlen können.

In unserem Garten sowie dem Gruppenraum bieten wir den Kindern sowohl selbstbestimmte Bewegung als auch angeleitete Aktivitäten an. Die Kinder finden in unserer Krippe Raum und Zeit für Bewegung und laute Aktivitäten sowie für Phasen der Ruhe und Entspannung (s.o.).

Wir legen Wert auf gesunde und ausgewogene Ernährung. Das frisch zubereitete Essen wird in der KiTa Baumertweg gekocht. Dazu werden Biofleisch und frische Zutaten verwendet. Wir bearbeiten mit den Kindern unseren eigenen Kräutergarten und verwenden die geernteten Kräuter. Wir  gestalten die Essensituation als ein gemeinschaftliches und kommunikatives Erlebnis und fördern die Selbständigkeit der Kinder. Sie lernen, sich ihr Essen selbst aufzutun, mit Besteck umzugehen und Getränke (Wasser, ungesüßte Tees) selbst einzugießen. Die Kinder probieren und entscheiden weitgehend selbst, was und wie viel sie essen, sie werden nicht gezwungen. Auf kulturelle und gesundheitliche Ernährungsbesonderheiten wird geachtet. Unverträglichkeiten und Allergien müssen attestiert werden.

Unser Waschraum ist mit den notwendigen Pflegeutensilien für die Kinder ausgestattet. Es werden verschiedene Rituale zur Körperpflege eingeübt, z.B. Hände waschen oder eincremen. Wir legen Wert darauf, die körperlichen, wie auch alle anderen Bedürfnisse der Kinder ernst zu nehmen und auf sie einzugehen.

Der Bereich der Körperpflege bietet in der Kleinkindpädagogik vielfältige Möglichkeiten für das Kind seinen eigenen Körper wahrzunehmen, emotionale Zuwendung zu bekommen und erste Eigenständigkeit zu erlernen.

Das Kind soll die Pflege seines Körpers als etwas Angenehmes erleben dürfen, dafür nehmen wir uns Zeit und schaffen einen geeigneten Rahmen.

In der Erziehung zur Windelfreiheit geben wir den Kindern den nötigen Freiraum, um eine gewisse körperliche und geistige Reife zu entwickeln. Sexualität der Kinder wird ebenfalls nicht tabuisiert, Wünsche nach Diskretion in der Toilettensituation werden respektiert, die Kinder werden darin unterstützt, den eigenen Körper kennen zu lernen.

Soziales und kulturelles Leben

Die sozialen Beziehungen sind Grundvoraussetzungen aller Bildungsprozesse. Ohne soziale Beziehung ist Bildung nicht denkbar.

Zu Beginn sind es die Eltern, die den Kindern als Bindungspersonen ein aktives, forschendes Erkunden seiner eigenen Fähigkeiten und seiner Umgebung erlauben und ermöglichen.

Beim Eintritt in die Krippe und nach gelungener Eingewöhnung sind es zusätzlich die Erzieherinnen, die das kleine Kind begleiten und bereit stehen, wenn es Nahrung, Zärtlichkeit, Trost und / oder Ermunterung braucht und so das Selbstvertrauen des Kindes wirksam stützen.

Die Bedürfnisse der Kinder werden aufgegriffen, die Neugierde und Offenheit gegenüber anderen gefördert. Kinder nehmen die Menschen in ihrem Umfeld als unterschiedliche Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Lebensformen, Bedürfnissen, Kulturen und Sprachen wahr und diese Vielfalt wird als Normalität und Bereicherung erlebt. Sie erfahren, dass die eigene Lebensform eine von vielen ist und unterschiedliche Werte gelten können.

Religionspädagogik

In unserer Kinderkrippe werden Kinder unterschiedlicher Konfessionen aufgenommen. Als evangelische Kinderkrippe leben wir nach einer christlichen Grundhaltung. Dies bedeutet, wir feiern alle im Kirchenjahr vorkommenden religiösen Feste und besuchen dabei auch die Kirche. Wir singen religiöse Lieder, feiern Geburtstage, das Ende des Krippenjahres und die Verabschiedung aus der Krippe in den Kindergarten. Wir beten vor den Mahlzeiten. Die Krippe beteiligt sich an Festen der Gemeinde. Auf Grund unserer Haltung und Umgang mit den Kindern und Erwachsenen, welche von gegenseitiger Achtung und Liebe geprägt ist, leben wir nach christlichen Werten. Dies bedeutet auch Achtung und Respekt vor anderen Religionen. Einmal die Woche kommt der für die Arbeit mit Kindern zuständige Pfarrer und singt mit uns christliche Kinderlieder im Morgenkreis.

Kommunikation: Sprache und Schriftkultur

Sprachförderung  ist uns sehr wichtig, ist Sprache doch ein wesentlicher Schlüssel für Bildung. Wir schätzen die Muttersprache der Kinder, unterstützen den Erwerb der deutschen Sprache und fördern kontinuierlich die Sprachkompetenz im Alltag, in dem wir unsere Handlungen mit Worten begleiten, unsere Wahrnehmungen beschreiben, offene Fragen stellen, uns nach Meinungen und Gefühlen der Kinder erkundigen, die Kommunikation der Kinder untereinander anregen. Wir singen Lieder, machen Fingerspiele, betrachten Bilderbücher und lesen vor. Zahlreiche Bücher laden die Kinder zum Betrachten ein. Vor dem Mittagsschlaf gehört die „Lesezeit“ zum festen Ritual.

Kunst

Gestaltungsprozesse sind Erkenntnisprozesse. Mit den Kindern nutzen und schaffen wir Möglichkeiten zur sinnlichen Erkundung, zum bildnerischen Ausdruck und zur kreativen Auseinandersetzung.

Kreative Aktivitäten regen die Fantasie der Kinder an und geben ihnen und geben ihnen die Möglichkeit sich auszudrücken. Bildnerisches Gestalten ist Basteln, Gestalten und experimentieren mit unterschiedlichen Materialien, bei dem sich die Kinder aktiv mit ihrer Umwelt auseinandersetzen. Die Kinder5 spüren sich und ihren ganzen Körper z.B. beim Gestalten mit Farbe, Wasser, Papier, Pinsel und Stiften. Der Umgang mit Knete z. B. fördert die taktile Wahrnehmung und die Feinmotorik der Kinder. Auch stehen den Kindern in unserem Garten Matschplatz mit Pumpe und Sandkasten, sowie Naturmaterialien zum Erforschen und experimentieren zur Verfügung.

Gesang, Klänge, Rhythmen, Melodien und Tanz sind im Kita –Alltag fest integriert. Wir begleiten z. T. das Wickeln mit Liedern, Klänge und Rhythmik unterstützen uns beim Tischspruch und im Morgenkreis. Wir bieten Platz zum lauten Toben, Tanzen, Musizieren und Erleben von Ruhe. Es stehen die unterschiedlichsten Klanginstrumente zur Verfügung.

Die Krippe bietet vielerlei Anreize kreativer Ausdrucksformen, z. B. eine Puppenküche und Verkleidungsmaterialien, wie Tücher, Hüte etc.

Mathematik

Im Alltag der Krippe fördern und unterstützen wir das natürliche Interesse der Kinder an Mengen, Formen, Figuren, Raum und Zeit. Wir machen aufmerksam auf mathematische Zusammenhänge (beim Tischdecken, im Jahreskreis, beim Spielen). Auch im Morgenkreis lernen die Kinder mittels Fingerspielen die Bedeutung von Zahlen und Mengen kennen und erfassen diese ganzheitlich mit allen Sinnen.

Natur – Umwelt – Technik

„Warum?“ Die Kinder entdecken die Welt und stellen viele Fragen. Viele der Warum- Fragen richten sich auf naturwissenschaftliche und technische Ereignisse. Wir diese Fragen der Kinder ernst und unterstützen sie dabei, mit Freude eigene Antworten und Erklärungen zu finden.

In unserem großen Garten laden die Wiese, Bäume und Sträucher zum direkten Erleben mit der Natur ein. Tiere wie z. B. Vögel, Schnecken, Käfer u.ä. können beobachtet und erforscht werden.

Die Eingewöhnungszeit

„ Ohne Eltern geht es nicht! “

Der Eintritt des Kindes in die Krippe ist für viele Eltern und Kinder die erstmalige Lockerung ihrer Beziehung. Der Übergang aus der Familie in eine neue Betreuungssituation stellt für das Kind eine große Herausforderung dar. Es muss sich an eine neue Umgebung gewöhnen und Beziehungen zu fremden Personen ( Erzieherinnen und Kindern ) aufbauen. Das Kind erlebt einen neuen Tagesablauf und eine täglich mehrstündige Trennung von den Eltern. Nur auf der Grundlage einer vertrauensvollen Beziehung zu den Erzieherinnen findet das Kind die sichere Basis, die es für sein Wohlbefinden und Lernen in der Krippe braucht. Um das Kind in dieser Zeit nicht zu überfordern, sollten sich die Eltern Zeit für die Eingewöhnung lassen.

Unsere pädagogisch fundierte Eingewöhnung stützt sich auf drei Hauptmerkmale:

  • elternbegleitet
  • bindungsorientiert
  • abschiedsbetont

Um eine optimale Eigewöhnung zu gewährleisten, nehmen wir maximal zwei Kinder pro Woche neu in die Gruppe auf. Wir orientieren uns dabei am   „Berliner Eingewöhnungsmodell“:

  1. Information der Eltern über das Eingewöhnungsmodell und ihre Rolle
  2. Dreitägige Grundphase ohne Trennungsversuch, die Eltern verhalten sich passiv, schenken dem Kind aber volle Aufmerksamkeit- Mutter/ Vater als sichere Basis
  3. Erster kurzer Trennungsversuch, Mutter/ Vater verlassen für kurze Zeit den Gruppenraum, bleiben aber in der Nähe
  4. Stabilisierungsphase und (je nach Reaktion des Kindes )allmähliche Ausdehnung der Trennungszeit
  5. Schlussphase: Die Eltern halten sich nicht mehr in der Einrichtung auf, sind aber jederzeit erreichbar.

Die Eingewöhnung ist dann beendet, wenn sich das Kind schnell von der Erzieherin trösten lässt und grundsätzlich in guter Stimmung spielt. Wichtige Eckpfeiler bei der Eingewöhnung sind die Teilnahme am gemeinsamen Frühstück, das erste Wickeln, das Mittagessen und zum Schluss das Schlafen. Erfahrungsgemäß ist dieser Prozess nach frühestens einer Woche, längstens nach drei bis vier Wochen abgeschlossen, durchschnittlich beträgt die Eingewöhnungszeit in etwa 14 Tage.

 

Zusammenarbeit mit Eltern

Sowohl die Eltern wie auch die Einrichtung tragen jeweils ihren Teil zum Wohlergehen des Kindes bei. Generell soll das Verhältnis zwischen Eltern und Erzieherinnen von gegenseitiger Wertschätzung, Respekt und Vertrauen geprägt sein. Das beinhaltet von beiden Seiten regelmäßigen Kontakt, Gesprächsbereitschaft und vor allem auch gegenseitige Informationen über alle Belange des Kindes.

Außerdem trägt die Kommunikation dazu bei, dass Eltern die Grundsätze und Methoden verstehen, die in unserer Gruppe gelebt werden.

Die Beziehung Eltern / Erzieherin ist deshalb auch von entscheidender Bedeutung, weil sie sich auf das Verhältnis des Kindes zur Erzieherin auswirkt.

Unsere Ziele sind eine Erziehungs- und Bildungspartnerschaft zum Wohle des Kindes, sowie Transparenz für Eltern in Bezug auf Bildung, Betreuung und Erziehung.

Elternabende finden in loser Abfolge statt, z. B. für Elternvertreterwahlen, Kennenlernabende oder Themenabende.

Für Tür- und Angelgespräche stehen wir täglich zur Verfügung. Längere Gespräche möchten wir in die betreuungsfreie Zeit legen, um den Kindern genügend Zeit widmen zu können.

Entwicklungsgespräche finden jährlich statt, auf Wunsch auch öfter.  Zur Unterstützung unserer Entwicklungseinschätzung bedienen wir uns z. T. der „ Beller-Entwicklungstabelle“ sowie „Grenzsteine der Entwicklung“

Um die bereits oben erwähnte Transparenz zu gewährleisten dokumentieren und kommunizieren wir unseren Krippenalltag:

  • Wir führen für jedes Kind ein Sprachlerntagebuch, sowie ein Portfolio,
  • Arbeiten der Kinder werden mittels Wandzeitungen und /oder Fotos dokumentiert,
  • Wochenpläne werden ausgehängt,
  • Elterninfoabende zum Thema „ was machen wir?“ finden statt.

Schluss

Diese Konzeption ist erstmals im Frühjahr 2012 auf einer Teamklausur erarbeitet worden.

Im Herbst 2014 wurde sie aktualisiert. Sie soll auch in Zukunft regelmäßig überprüft und bei Bedarf  angepasst werden.